Unsere technischen Informationen und praktischen Verarbeitungstipps sollen helfen, Schäden zu vermeiden bevor sie entstehen.

Technische Informationen

Kunstharzfilm

Bei einer Verfugung mit einem Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis verbleibt im Anschluss, je nach System, ein mehr oder weniger starker Kunstharzfilm auf der Fläche. Dieser stellt weder einen Mangel dar, noch wird die Funktionalität der Pflasterfläche dadurch beeinträchtigt.

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Wasserdurchlässigkeit

Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis sind wasserdurchlässig. Je nach Sieblinie des gewählten Sandes variiert die Durchlässigkeit zwischen stark und gering wasserdurchlässig. Dadurch können im Vergleich zu zementären Pflasterfugenmörteln keine Schäden durch Frost entstehen.

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Reinigung & Pflege

Um eine dauerhaft schöne wie funktionale Pflasterfläche zu haben, muss diese gereinigt und gepflegt werden. Moos und Dreck können sich auf der Fläche und somit auf der Fuge festsetzen und beeinträchtigen die Wasserdurchlässigkeit der verfugten Fläche.

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Planung und Ausführung

Pflasterfugenmörtel auf Kunstharzbasis sind moderne, qualitativ hochwertige Baustoffe. Die folgenden Hinweise und Verarbeitungstipps sollen dabei helfen Schäden, durch gute Planung und die richtige Ausführung, zu vermeiden.


Planung ist das A und O

Durch dauerhafte Beanspruchung und speziell durch starke Pkw-, Lkw- und Busbelastung sowie die Reinigung mit Kehrsaugmaschinen entstehen die häufigsten Schäden an Pflasterdecken mit ungebundenen Bettungs- und Fugenmaterialien, wie z.B. Sand oder Splitt.

Schäden wie Spurrillen, Setzungen, lockere, verkantete Steine und Verschiebungen der Pflasterdecke sind die Folge. Pflasterfugenmörtel nehmen keine Setzungen des Untergrunds auf.

Daher sind Dehnungsfugen gemäß den Baugrundsätzen anzuordnen. Im Unterbau vorhandene Dehnungsfugen sind in die Pflasterfläche zu übernehmen. Der Untergrund sollte entsprechend der zu erwartenden Belastung dimensioniert werden. Grundsätzlich gilt immer der Leitspruch: „Die Fuge ist nur so stark wie ihr Ober- und Unterbau.“ Deshalb muss bereits bei der Planung auf den richtigen Unterbau für die Pflasterfläche geachtet werden.


Vorbereitung der Verfugung

Um optimal arbeiten zu können, wird das richtige Werkzeug benötigt. Zum Einarbeiten des Fugenmörtels sollte ein neuwertiger, sauberer Schwammgummi-Wischer verwendet, zum abkehren der Mörtelreste ein sauberer, grober Straßenbesen werden. Für die Endreinigung empfiehlt sich ein weicher Kokosbesen.

Gerade in den unbeständigen Jahreszeiten ist die Wettervorhersage zu beachten, um nicht vom Regen überrascht zu werden. Starker Regen kann dazu führen, dass Bindemittel aus der Fuge gewaschen wird und dadurch die Fuge nach der Aushärtung im Laufe der Zeit absandet. Niederschlag wie Tau oder Regen kann auch dazu führen, dass der Pflasterfugenmörtel nicht richtig aushärtet und erreicht nicht seine Endfestigkeit. Bei nicht ausreichendem Schutz der Fläche vor Regen oder Tau während der Verfugung und Aushärtezeit bei den Systemen DRÄN, D1 und VERKEHR V2 können graue oder weiße Verfärbungen auf der Steinoberfläche entstehen.


Vor der Verfugung

Zur Altpflastersanierung werden die Fugen mit Druckluft oder Wasserstrahl (Hochdruckreiniger) auf die Mindestfugentiefe von 30 mm gereinigt, alte Mörtelanhaftungen an Steinflanken werden ausnahmslos entfernt. Die Fugenbreite muss mindestens 3 mm betragen, um ein stabiles, langanhaltendes Ergebnis zu erzielen. Bei Fugenbreiten ab 15 mm muss die Fugentiefe mindestens das Doppelte der Fugenbreite betragen, ab mittlerer Verkehrsbelastung dann mindestens 2/3 der Steinhöhe.

Die Steinoberfläche ist von jeglichen Verschmutzungen, wie Zementschleiern, Staub, Material des Unterbaus, Öl, etc. zu befreien, da diese sonst unter dem Kunstharzfilm eingeschlossen werden. Nicht zu verfugende Flächen sollten unbedingt abgeklebt werden. Durch das Abkleben der Ränder der zu verfugenden Fläche werden durch Kunstharz verursachte Flecken an angrenzenden Bereichen, wie Randsteinen, Randeinfassungen, Hauswänden, etc. vermieden.

Da mit Naturbaustoffen gearbeitet wird, empfiehlt es sich, die jeweiligen Baustellen immer aus einer Lieferung / Charge zu bedienen. Gerade bei Baustellen, die nach längerem Zeitraum weiterverfugt werden sollen, ist ausnahmslos eine Probefläche anzulegen. Langfristig wird sich die neue Fläche der alten bei freier Bewitterung anpassen.


Während der Verfugung

Während der Verarbeitung sind geeignete Schutzhandschuhe sowie eine Schutzbrille zu tragen. Hautkontakt mit dem Fugenmörtel, insbesondere aber mit dem Bindemittel, ist zu vermeiden. Bei der Anwendung in geschlossenen Räumen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.

Bereits angehärteter Mörtel soll weder mit Wasser noch mit frischem Mörtel wieder verarbeitbar gemacht werden.

Der Pflasterfugenmörtel sollte großflächig auf der Fläche verteilt werden. Schüttet man das gesamte Mischgut auf eine Stelle, von der aus man das Material einarbeitet, können an dieser Stelle dunkle Kunstharzflecken zurück bleiben. Diese Flecken verschwinden jedoch im Laufe der Zeit durch Abwitterung.

Bei höheren Temperaturen härtet der Pflasterfugenmörtel schneller aus. Bei Temperaturen über 20 °C sollte auf kleineren Teilflächen gearbeitet sowie abgekehrt werden, bevor das nächste Teilstück verfugt wird, um das Aushärten und Verkleben von Mörtelresten auf der Steinoberfläche zu verhindern.


Nach der Verfugung

Vereinzelte Sandkörner auf der Steinoberfläche werden im Zuge der Abwitterungsphase und durch Abrieb im Laufe der Zeit verschwinden.

Muss die Fläche im Anschluss vor Regen geschützt werden, darf eine Kunststoff-Abdeckfolie nicht direkt auf die Fläche gelegt werden, da es sonst zu grauen oder weißen Verfärbungen auf der Steinoberfläche kommen kann. Luft muss zwischen Fläche und Folie zirkulieren können. Feine Spannungsrisse in der Fuge oder an den Steinkanten können immer auftreten, haben jedoch keine negativen Auswirkungen auf Nutzungseigenschaften und Frostbeständigkeit der Fläche. Begehbarkeit und Reinigung durch Kehrmaschinen werden durch Spannungsrisse nicht beeinträchtigt.